PET-CT

Die PET-CT-Technik vereint in einem Gerät einen Ganzkörper- Positronen- Emissions- Tomografen (PET) mit einem Computertomografen (CT) und ermöglicht es so, auf Gewebefunktion basierende Aktivitätsverteilung mit anatomischen Bildern zu korrelieren. Die hochempfindliche Diagnostik stellt gegenwärtig die effektivste Tumorsuchmethode dar.

Der zum gegenwärtigen Zeitpunkt gravierende Unterschied zu anderen bildgebenden Verfahren wie Computertomographie oder Kernspintomographie besteht darin, dass diese die morphologischen Unterschiede in den Geweben darstellen wie z.B. Größe, Form und Dichte, während die PET funktionelle Unterschiede im Stoffwechsel des Gewebes bis auf die zelluläre Ebene hinab aufdeckt. Diese bildliche Darstellung biologischer Prozesse wird auch Molecular Imaging genannt. Somit ist es möglich, Veränderungen in einem Tumor festzustellen, noch bevor nachweisbare morphologische Alterationen einsetzen.

Mit einer einzigen Untersuchung kann man:

  • Einen Tumor nachweisen und gutartiges von bösartigem Gewebe unterscheiden
  • Die Ausdehnung und Metastasierung des Tumors in bisher nicht gekannter Präzision übersichtlich erfassen
  • Die Bilddaten unmittelbar für eine OP-Indikation-Planung oder Strahlentherapieplanung nutzen
  • Die Effektivität einer Chemo-/Strahlentherapie kontrollieren und so Hinweise für/auf den Nutzen weiterer Maßnahmen erhalten
  • Nach einer Krebsoperation feststellen, ob der Tumor vollständig entfernt wurde

Aufgrund der Darstellung des gesamten Körpers, ähnlich wie bei einem Skelettszintigramm, liefert die PET/CT in einer einzigen Untersuchung eine vollständige Übersicht über alle relevanten Organsysteme.

Grundprinzip der PET ist die Messung des Zerfalls eines Positronenstrahlers (radioaktives Nuklid). Aufgrund der relativ langen Halbwertszeit von 110 Minuten ist Fluor-18 das PET Nuklid (auch Tracer genannt) mit der größten praktischen Bedeutung. Dieses Nuklid wird in ein Zuckermolekül eingebettet, das von allen Zellen des Körpers zur Energiegewinnung verstoffwechselt wird. Kranke Gewebe unterscheiden sich durch stärkere Nutzung des Zuckermoleküls dabei erheblich von gesunden Zellen. Das Prinzip der PET-Diagnostik beruht auf der bildlichen Darstellung dieses Unterschiedes und seiner klinischen Wertung.

Die zwei Hälften eines Ganzen

Ein PET-CT-Scanner besteht aus zwei Geräteeinheiten, einem Positronentomographen und einem Computertomographen, die in einem gemeinsamen Gehäuse integriert sind.

Der PET-Teil erzeugt dabei schichtweise Bilder der Stoffwechselvorgänge im Körper, der CT-Teil produziert die anatomischen Querschnittsbilder des Körpers. Beide Bilder werden anschließend übereinander gelegt, ein Prozess, der als Fusion bezeichnet wird.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Das Radiopharmazeutikum wird in der Regel eine Stunde vor der Untersuchung nur in Spurenmengen intravenös injiziert und hat keine bekannten Nebenwirkungen. Bitte erscheinen Sie pünktlich zum vereinbarten Untersuchungstermin. Sind Sie Diabetiker oder haben möglicherweise einen Steroiddiabetes? Der Blutzuckerspiegel sollte zum Zeitpunkt der FDG-Injektion im Normbereich sein (< 130mg/dl). Ab 22:00 Uhr am Vorabend der Untersuchung sollten Sie daher nüchtern bleiben. Die eigentliche Untersuchung für den PET-Teil und den CT-Teil dauert insgesamt etwa 30 Minuten. Die durch die Untersuchung gewonnenen Daten sind sehr umfangreich und die Auswertung nimmt Zeit in Anspruch. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, wenn wir Sie nicht unmittelbar nach der Untersuchung über das Ergebnis informieren können. Wir übermitteln den Befund direkt an Ihren zuweisenden Arzt mit dem Sie dann das weitere Vorgehen besprechen können.

Falls Sie den Termin nicht einhalten können, sagen Sie bitte spätestens 1 Tag vor der Untersuchung bei ZR3 ab (Tel: 07621-585890).

Kosten und Kostenübernahme

In Deutschland ist eine PET/CT-Untersuchung keine Leistung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Rechnungslegung erfolgt nach GOÄ. Für selbstzahlende Kassenpatienten entstehen Kosten je nach Aufwand und verwendeter Substanz zwischen EUR 1.200 bis EUR 1.800.

Privatversicherte erhalten i. d. R. eine volle Erstattung der Untersuchungskosten nach GOÄ.

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